Let’s try it again

Wir empfehlen den interessanten Text von Georg Seeßlen aus der konkret Heft 01/2015 über die Neuerfindung des Sozialismus:

„Der Sozialismus hat eine Geschichte, viele Geschichten, einen Berg von Theorien, von Scheitern, Irrtum und Verbrechen in der Praxis. Es ist so viel gedacht und so viel getan worden in seinem Namen und mit seinen Instrumenten. Jeder Gedanke über den Sozialismus, und sei er noch so intuitiv, experimentell, vorläufig, muss sich erst einmal rechtfertigen, muss sich abklären lassen an »Klassikern« und »Urvätern« (auch die eine oder andere Urmutter ist dabei), an Debatten, die schon einmal geführt wurden, an akademischem Wissen. Jeder Gedanke an den Sozialismus als möglicherweise bessere Lebens- und Wirtschaftsform muss sich in ein gewaltiges, obzwar teilweise ruinenförmiges Gebäude einfügen, muss sich von diesem absetzen, es jenem recht machen (zurückkehren zum Beispiel zu dem, was Marx »wirklich« über den Staat gedacht hat, wie es einst Henri Lefebvre zu Recht gefordert hatte) und sich am Ende immer doppelt rechtfertigen: gegen schlechte Praxis und gegen ein Übermaß an Theorie.“

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